Natürlich ist unsere Historie weitaus vielfältiger, aber wenn ich so zurückdenke, hmmm nein, ist sie eigentlich auch wieder nicht. Wie ich darauf komme? Ganz einfach: Erinnert euch mal an eure Schulzeit.
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Aber sollten wir uns weiterhin schämen?
Ich weiß, dass das ein schwieriges Thema ist. Leute die, sich unterhalten und sagen "Hitler hat auch Gutes getan, Arbeit gebracht, die Autobahn gebaut" - tun dies stets mit eingezogenem Kopf und hinter vorgehaltener Hand.
Es sei denn, es sind hirnbegrenzte Faschos mit brauner Scheiße im Kopf.... aber diese Spezies wollte ich jetzt gerne mal außen vor lassen...
Nun, wie gesagt, wer ein "gutes" Wort über Massenmörder Adolf verliert, der riskiert öffentliche Skalpierung, bedeutet das gleichzeitig sie haben Unrecht? Ich persönlich bin eine der Ersten, die sich in solche Momenten erhebt und Dementi brüllt. Ich kann an Massenmördern einfach nichts gutes finden.... - nun, das liegt wohl auch daran, das ich dazu erzogen wurde. Dieses Thema ist nicht witzig, es ist nicht diskutabel und ihm ist mit Demut zu begegnen....
Aber ich frage nochmal: Müssen wir uns weiterhin schämen?
Mein rechenbehindertes Hirn überschlägt gerade so ungefähr 60 Jahre. Stimmt das mit den 12 Jahren, sind das fünf Generationen, wenn man's genau nimmt. Sieht man es praktisch, sind es wohl eher drei Generationen. Die Eltern meiner Eltern waren betroffen. Entweder haben sie sich an Verbrechen an der Menschheit schuldig gemacht, oder sie haben ihr Leben riskiert, indem sie solche versucht haben zu verhindern. Viel mehr Grauzone dazwischen blieb - wie wir ja wissen - leider nicht, auch wenn viele das gerne ausdiskutieren würden.
Ich will aber nicht diskutieren. Ich will etwas feststellen und ein Warum in den Raum setzten.
Engländer, Holländer, Spanier und Portugiesen haben vor mehreren hundert Jahren ihre Segel gesetzt und sind nach Amerika getuckert, um dort angekommen erstmal alles abzuschlachten, was die Jungfrau Maria nicht kannte. Inkas, Mayas, Indianer... Tausende Ureinwohner wurden gnadenlos gemetzelt und das was übrig ist, wird auch heute noch gut und gerne in Reservate gesteckt.
Die "Amerikaner" stehen aber bei jeder Gelegenheit stramm, singen stolz ihre Hymne und hissen patriotisch ihre Flagge. Sind sie deshalb Nazis? - Nein. Wieso auch?
Mao Tse-Tung, † 9. Sept. 1976 |
Nun, der Maoismus und seine rote Bibel gibt es auch heute noch in China. Sind sie deshalb Nazis? - Nein, scheinbar auch sie nicht.
Das waren jetzt nur zwei Beispiele, die mir so in den Kopf schossen. Wir wissen jedoch alle, dass die Bevölkerung unser Welt nunmal leider aus Menschen besteht. Und diese neigen dazu, sich als hasserfüllte, minderbemittelte Massenmörder zu entpuppen.
Oft auch die, die zumindest vorgeben, es eigentlich gut zu meinen.
Jetzt stellt sich mir die Frage, wieso ein Deutscher, der außerhalb von EM oder WM seine Flagge hisst, aus reiner Liebe zu seinem Land, grundsätzlich Angst davor haben muss, als Nazi bezeichnet zu werden?
Ich bin jetzt nicht der stolze Deutsche, dafür gehen mir Politik und Mentalität in diesem Land viel zu sehr auf den Sack, aber es ist doch das verdammte Recht meines Nachbarn seine olle Flagge rauszuhängen. Oder lieber ein deutsches Auto zu fahren als ein Französisches. Oder zu sagen, dass er seine Kinder lieber in einer Klasse sieht, die nicht zu 90 Prozent aus Türken besteht - Gerade in diesem Augenblick überlege ich sogar, ob ich jetzt so was schreiben muss wie "Ich hab nichts gegen Türken". Muss ich? Nein, muss ich nicht! Das ist eine Frage die sich von selbst beantwortet.
Kein Deutscher ist ein Nazi, weil er sein Land liebt, oder weil er lieber unter "Seinesgleichen" ist. Das geht doch allen anderen Völkern auch so... Kein Deutscher, Russe, Franzose oder Senegalese sollte sich für eine verabscheuungswürdiege Schandtat schämen, die er nicht begangen hat, sondern seine Vorfahren. Natürlich darf niemand vergessen. Niemals! Aber wir sollten uns nicht auf zwölf Jahre Geschichte reduzieren lassen, auch nicht in der Schule.
Wir haben nämlich noch viel mehr Scheiße gebaut in der Vergangenheit. Genauso wie alle anderen auch. Lasst uns daraus lernen. Aber nicht schämen!