Donnerstag, 18. Oktober 2012

Hardcore Pussys: Wollen, Würden Und Die Wahrheit

Ich bin ja bekennender Oliver Flesch-Liebhaber (http://oliver-flesch.com) und habe kürzlich wieder mit Begeisterung einen seiner Blogs gelesen. Sehr empfehlenswert. Ich will nichts vorgreifen. Wer Interesse hat, soll da fein selbst lesen. Aber ich halte es nur für fair anzumerken, dass sein Blog der Grund ist, wie ich auf das Thema komme...

Es ging beim Oliver nämlich um fälschliche Missbrauchsvorwürfe und darum was Frauen damit den unrechtmäßig Beschuldigten antun. Missbrauch ist ein ernstes Thema, unrechtmäßige Beschuldigungen auch. Ich will auf keines von beiden eingehen...

Nein, mir geht es heute um einen bestimmten Schlag Frauen. Spätestens seitdem ich groß und breit über Emanzen - echte, unechte und jene, die dazwischen liegen - gebloggt habe (siehe "Frauen Sind Die besseren Männer), wissen wir, dass (pseudo)-selbstbewusste Frauen viel wert auf ihre Stärke legen. Und was ist mit den Frauen, die Stärke nie beweisen mussten? Richtig, sie machen Elefanten aus Mücken, und spinnen einem das blaue vom Himmel.

Klar, Menschen, die glauben sich interessanter machen müssen als sie sind, müssen nicht unbedingt Frauen sein. Aber es geht mir um eine gewisse Masche, die ich mehr als unappetitlich finde - und die ist eben typisch Frau. Ich meine die Rasse "Ich wurde vergewaltigt, bin drüber weg und hab's trotzdem nötig".

Kennt ihr die? Nicht? Gut, ich finde eh, die gehören weggesperrt.

"Ich bin total stark, will aber trotzdem mit dir ins Bett"
Sie sitzen in der Kneipe und schmeißen sich an den Nächstbesten ran. Und nach dem zweiten Prossecco fangen sie an ihren Leidensweg zu schildern. Namen werden dabei nicht genannt. Es könnte ja jemand wissen, von wem die Rede ist und dementieren...
Nach der schrecklichen Gewalttat mussten sie keine Therapie machen. Sie wurden auch körperlich nicht verletzt, weil sie so tapfer alles über sich haben ergehen lassen. Sie haben das ganz allein überstanden und wollen auch gar kein Mitleid. Stattdessen wollen sie den Typen dem sie die Geschichte gerade erzählen. Traumata? Nicht doch, schließlich haben sie es überstanden. Weil sie so stark sind. Und weil sie so tough sind, möchten sie jetzt mit besagtem Typen nach Hause gehen und es treiben wie die Tiere... das ist ja so authentisch...

"... but I still wanna party hard"

Das selbe in grün sind jene Damen, die während der Party vom Damenklo kommen, mit Tränen im Gesicht und bebender Stimme und dann davon berichten, sie hätten soeben eine Fehlgeburt gehabt. Grund genug ihr jede Menge Aufmerksamkeit zu schenken. Für sie aber kaum Grund genug mit der Party aufzuhören. Und überhaupt, wieso hat sie denn 3,8 im Kessel, wenn sie doch schwanger war.. ist... wie auch immer..

Und das ist es was mich so ankotzt: Manche Frauen scheinen zu glauben, ein Drama im Lebenslauf, das sie als aus eigener Kraft überstanden darstellen, birgt einen gewissen Grad an Coolness. Als würden Schicksalsschläge ihr Leben lebenswerter machen...

Ich will damit nicht sagen, das Frauen, die solche Geschichten erzählen, einem grundsätzlich das Blaue vom Himmel lügen. Auf gar keinen Fall! Und ich will auch nicht die Stärke jener mindern, die es genau so geschafft haben. Ich verurteile jene, die zu viel Hollywood-Dramen gesehen und die Realität zwischen sich selbst und Nikita nicht mehr erkennen können - toller Film, nur mal so am Rande.

Das ist einfach unfair jenen gegenüber, die es wirklich nicht leicht hatten, die wirklich Stärke beweisen mussten und damit nicht hausieren gehen...
Denn jene genießen meinen größten Respekt. Jenen gönne ich alles Glück der Welt und alles Gute für die Zukunft.

Und alle anderen:  Haltet euch an die Wahrheit, auch wenn das bedeutet, dass sie bisher nicht besonders aufregend war...



Kommentare:

  1. Ich kann mir vorstellen, dass Du Dir mit der Einstellung nicht nur Freunde machst ...

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    1. ich bin auch nicht hier um mir freunde zu machen ;)

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