Allerlei Böses und Besinnliches, rund um Redefreiheit und andere Raritäten. Erfreut Euch an krankhaften Kuriositäten und psychiotischen Phantasien. Everybody's welcome!
Das scharfkantige Stück Blech steckte tief in ihrem Oberschenkel. Er riss das verschmutzte, gelbe Halstuch aus seinem Parker hervor und stopfte es ihr in den Mund. Er sah sie nichtssagend an, denn seine eigene Panik hätte sie nur noch mehr beunruhigt, und presste ihren Oberkörper unnachgiebig auf den kahlen Boden der schwedischen Tundra.
Um einen weiten Bogen um das vollkommen infizierte Stockholm zu machen, waren Leon und seine Begleitung Göteborg gefährlich nahe gekommen. Die vergangenen vier Tage waren sie wegen dieses Fehlers auf der Flucht. Nein, eigentlich waren sie das bereits seit Wochen. So wie auch der Rest der menschlichen Spezies...
Dichter Nebel hing
über den Mauern und Straßen der Stadt. Bedrückende Stille
herrschte vor, tiefes Dunkel fraß sich durch Gassen und Ruinen und
nur vereinzelt hallte ein Rumpeln oder Poltern durch die kalten und
nassen Überreste dieser vergessenen Gemäuer. Manchmal hallten Schreie,
seltener auch hysterisches Gelächter von den Stadtmauern wider, die die Bewohner unter ihren unerreichbaren Höhen zu
ersticken drohten. Als die Sichel des Mondes in dieser Nacht von
einer undruchdringlich schwarzen Wolke verschluckt wurde, war die
Stille nahezu greifbar. Nichts rührte sich. Kein Kind wagte es zu
schreien, kein Hund zu bellen. Der beißende Rauch vereinzelter Feuer
und der typisch menschliche Gestank von Exkrementen und Müll hing in
der Luft. Im Schein eines dieser Feuer, nahe dem Lager der Borgne,
blitzte ein Schatten auf, der sich an einer Ruine vorbeischlich und
sofort wieder verschwand. Leise weinte nun ein Kind und das
beruhigende Murmeln einer besorgten Mutter erklang unnatürlich laut.
Dies was Timan, die
Hauptstadt Tinerohs, das einst eines der schönsten und fruchtbarsten
Länder auf der Erde war. Doch die guten alten Zeiten waren längst
so weit in die Vergangenheit gerückt, dass die Bewohner Timans nur
noch in vagen Legenden davon zu berichten wussten. Und Legenden gab
es viele...
Ich weiß ausnahmsweise mal gar nicht,
wie ich anfangen soll.. Vielleicht liegt das daran, dass ich euch
heute etwas ans Herz legen möchte, das mir selbst sehr wichtig ist,
gleichzeitig aber nur wenigen bekannt ist...
Die unter euch, die regelmäßig meinen
Blog verfolgen haben mittlerweile begriffen, dass diese Beiträge
nicht einfach nur mentale Ergüsse sind, die ich ab und an mal
loswerden will. Das Schreiben ist einer der wichtigsten Bestandteile
meines Daseins. Die Rotlicht-Raffinerie ist mein Sprachrohr für all
das, was ich während meines Jobs als Journalistin nicht loswerden
kann. Entweder weil meine Ansichten zu radikal sind, die Themen nicht
passen oder ich schlichtweg dafür gefeuert würde, diesen
Schreibstil in Printmedien zu veröffentlichen.
"Ich verliere den Verstand" –
Das Gefühl haben wir alle mal. Das Gefühl, nicht mehr Herr unseres
Selbst zu sein, weil etwas in uns Überhand nimmt...
Im Lied der
japanischen Sängerin Kokia heißt es: Unter dem blauen Himmel in
der Dunkelheit, im erhöhten Zwischenraum, wo das Blau tiefdunkel
wird, existiert eine Kreatur, die beginnt sich zu winden.
Diese Seite an uns, diese Kreatur, die
vielleicht schon immer da war, eventuell aber auch nur das Resultat
von Erlebtem oder Erfahrenem ist, steckt wohl in jedem von uns. Eine
Kreatur, die den Menschen in uns auffrisst und uns zu jemandem macht,
von dem wir wissen, dass wir das nicht sind. Eine Kreatur, die für
uns selbst oder für andere eine Gefahr ist oder werden kann.
Habt ihr euch schon mal Gedanken über
den Weltuntergang gemacht? Nein, nein, ich rede nicht von der
Zombieapokalypse. Dafür haben wir ja hoffentlich alle schon ein
Notfall-Kit in der Besenkammer, und einen – wie ich seit gestern –
Apokalypse-Partner, der euch Rückendeckung gibt auf der
gemeinsamen Flucht in Richtung... sage ich euch doch nicht! So blöd seh'
ich aus oder?
Meine kindliche Vorstellung vom Weltuntergang
Nein, ich rede vom richtigen
Weltuntergang. Der Ende-aller-Tage-Weltuntergang, der passiert und
dann kommt nichts mehr. Also das, was für Atheisten nach dem Tod
kommt, nur eben für den ganzen Planeten. Schonmal drüber
nachgedacht, wie das wohl ablaufen könnte?
Vielleicht so Steven
Spielberg-mäßig, obwohl es mir persönlich lieber wäre, Tarrentino
würde dabei Regie führen. Also ihr werdet lachen, aber ich weiß
genau wie das abläuft. Glaubt ihr nicht? Ich kann's sogar beweisen: